{"id":1314,"date":"2014-09-24T11:07:06","date_gmt":"2014-09-24T09:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.recht-hr.de\/?p=1314"},"modified":"2014-09-24T11:07:06","modified_gmt":"2014-09-24T09:07:06","slug":"ein-paar-worte-zum-kapitalanlagenrecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.recht-hr.de\/en\/ein-paar-worte-zum-kapitalanlagenrecht\/","title":{"rendered":"Ein paar Worte zum Kapitalanlagenrecht"},"content":{"rendered":"<h2>Zurzeit haben Rechtsanw\u00e4lte vor allem eine Vielzahl von Fallgestaltungen im Zusammenhang mit der ALAG Auto-Mobil GmbH &amp; Co. KG oder ehemaligen Schwestergesellschaften aus dem Albis Leasing Konzern in Bearbeitung, oder auch die sich im Zusammenhang mit den von der Enorm Verlagsgesellschaft herausgegebenen Medienbriefen. Aber auch Gesch\u00e4digte von anderen Anlagegesellschaften ben\u00f6tigen oft anwaltliche Vertretung.<\/h2>\n<div>\n<p><b>Gesellschaften aus dem Albis Leasing Konzern, insbesondere die ALAG Auto-Mobil GmbH &amp; Co. KG<\/b><\/p>\n<p>Bei der ALAG Auto-Mobil GmbH &amp; Co. KG handelt es sich um einen geschlossenen Fonds f\u00fcr den in den Jahren 2002-2004 Anleger gezeichnet haben. Es kam dabei immer wieder vor, dass den betroffenen Anlegern suggeriert wurde, diese Anlage w\u00fcrde sich als Altersvorsorge eignen und h\u00e4tte kein nennenswertes Risiko. Dass dies nicht zutraf, hat sich im Laufe des Jahres 2009 auch dem unbefangenen Betrachter offenbart, als die Gesellschaftsleitung einen Beschluss zur Liquidation initiierte und sich allein dadurch bereits zeigte, welche Risiken mit einer solchen Anlage verbunden sein k\u00f6nnen, n\u00e4mlich insbesondere auch Totalverlustrisiko und das Risiko einer Nachschusspflicht.<\/p>\n<p>Dem Liquidationsbeschluss lag zun\u00e4chst einmal zugrunde das Eingest\u00e4ndnis der Gesch\u00e4ftsleitung, dass die Gesellschaft am Ende ist. Hierbei soll es angeblich eine Stundungsvereinbarung zwischen der ALAG Auto-Mobil GmbH &amp; Co. KG sowie dem Finanzamt Hamburg-Eimsb\u00fcttel und dem Bankhaus Zwirn auf der anderen Seite geben als wesentliche Grundlage f\u00fcr den Liquidationsbeschluss.<\/p>\n<p>Wie man nach diversen Ermittlungen im Bereich der ALAG sagen kann und muss, ist Grundlage f\u00fcr die Entwicklung im Bereich der ALAG Auto-Mobil GmbH &amp; Co. KG nach hiesiger Auffassung nicht nur unternehmerisches Missmanagement, sondern auch weitere Vorf\u00e4lle, die recht eindeutig zu bewerten sind. So ist es beispielsweise dem urspr\u00fcnglichen Mutterkonzern der ALAG, der ALBIS Leasing AG in einem Verfahren nicht gelungen, glaubhaft zu machen, kein Geld aus der ALAG herausgezogen zu haben. Und nach all dem was mittlerweile hier an Erkenntnissen vorliegt, w\u00fcrde es der ALBIS Leasing AG auch nie gelingen einen entsprechenden Beweis zu f\u00fchren. Daf\u00fcr sind gewisse Finanztransaktionen und Vorf\u00e4lle, die bei der Gesellschaft gelaufen sind, einfach zu fragw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Uns liegen weiterhin auch entsprechende Vertriebsvereinbarungen vor, die das Verh\u00e4ltnis der Rothmann &amp; Cie. AG (heute: HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH) zu den einzelnen Vertriebspartnern erhellen und ein klares Bild \u00fcber die Strukturen und die Organisation des Vertriebes zeichnen.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist beispielsweise auch, dass einer der Vorst\u00e4nde mit denen die Gesellschaft startete zuvor Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Budget Deutschland GmbH war. Von dieser Gesellschaft hatte seinerzeit die ALAG im Rahmen eines Asset-Deals die Rechte an der Marke Budget erworben. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass insbesondere die Buchf\u00fchrung offenkundig in einem derart verheerenden Zustand war, dass der Gesellschaft im Jahre 2001 der Versagungsvermerk von dem zust\u00e4ndigen Wirtschaftspr\u00fcfungsunternehmen erteilt wurde und auch im Jahr 2000, waren die Zust\u00e4nde alles andere als ordnungsgem\u00e4\u00df wie man den \u00f6ffentlich einsehbaren Jahresabschlussunterlagen entnehmen kann.<\/p>\n<p>Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass die Gesellschaft in den Anfangsjahren einen ganz erheblichen Teil ihres Gesch\u00e4ftsvolumens nicht im Bereich Automobil, sondern im Bereich Mobilfunk gemacht hat, ganz konkret in einem Umfang, der trotz der Konstruktion als Blindpool (auch das ist im \u00fcbrigen so ein Begriff, der den meisten Anlegern nicht vertraut war, ebenso wenig wie das was er bedeutet, n\u00e4mlich, dass die Gesellschaft nach der Formulierung im Gesellschaftsvertrag nicht nur Gesch\u00e4fte im Bereich von Vermietung und Leasing von Automobilen treffen durfte, sondern auch hinsichtlich beliebiger anderer Wirtschaftsg\u00fcter t\u00e4tig werden durfte) nach hiesiger Auffassung nicht einmal mehr Ansatzweise von den wesentlichen Anlagegrunds\u00e4tzen gedeckt war.<\/p>\n<p>Immer noch werden Anleger von der Gesellschaft auf R\u00fcckzahlung der sogenannten gewinnunabh\u00e4ngigen Aussch\u00fcttungen und Weiterzahlung der Sprint-Raten in Anspruch genommen. Neben verschiedenen von der Gesellschaft ins Feld gef\u00fchrten Entscheidungen, gibt es auch eine ganze Reihe von Entscheidungen die den von der Gesellschaft eh schon gesch\u00e4digten Anlegern Hoffnung machen. Beispielsweise das Landgericht M\u00fcnster hat durch den Unterzeichner gef\u00fchrten Verfahren Zweifel an der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der Anspr\u00fcche der Gesellschaft zum Ausdruck gebracht oder aber Prospektfehler festgestellt.<\/p>\n<p>Ein Thema sollte insoweit bei den aktuellen Verfahren auch der Aspekt der Verj\u00e4hrung sein, da die Gesellschaft nicht gegen\u00fcber allen Anlegern entsprechend ad\u00e4quate Schritte zur Verj\u00e4hrungsunterbrechung ergriffen hat. Hier sei insbesondere auch darauf verwiesen, dass versucht wurde dies \u00fcber die Einschaltung einer G\u00fctestelle zu erreichen. Bemerkenswerterweise befindet sich diese G\u00fctestelle in einem Haus mit der Rechtsanwaltskanzlei, die die ehemalige Albis Capital AG &amp; Co. KG, die jetzige R.v.H. AG &amp; Co. KG in Liquidation vertritt, ebenso die Albis Finance AG, beides ehemalige Schwestergesellschaften der ALAG. \u201eEin Schelm wer da B\u00f6ses denkt\u201c, oder anders formuliert ein Appell an die Wachsamkeit der verklagten Anleger.<\/p>\n<p>Zusammenfassend sei gesagt, dass betroffenen Anlegern geraten werden kann, bei einer Inanspruchnahme nicht ohne Weiteres zu zahlen, sondern dies von einem im Bereich des Kapitalanlagerechts erfahrenen Rechtsanwalt pr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n<p>Wir unsererseits sind insoweit grunds\u00e4tzlich bereit, entsprechende Mandate bundesweit anzunehmen.<\/p>\n<p><b>Albis Finance AG<\/b><\/p>\n<p>Immer wieder Anleger von Albis Finance angeschrieben. Auch hier weisen die Rechtsanw\u00e4lte daraufhin, dass verschiedene Erkenntnisse \u00fcber massive Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten vorliegen und empfehlen daher den betroffenen Anlegern nicht ohne Weiteres eine Zahlung zu leisten, sondern sich qualifiziert von einem Rechtsanwalt beraten zu lassen, der einen Schwerpunkt im Kapitalanlagerecht hat. Nur beispielhaft sei insoweit darauf Bezug genommen, dass die Albis Finance AG von der Albis Leasing AG die Albis Capital Verwaltungs GmbH zu einem Zeitpunkt erworben hatte, wo diese schon in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten war. Die Albis Leasing AG schreibt in Ihrer Berichterstattung stolz \u00fcber erzielte Buchgewinne, recht offensichtlich, was das f\u00fcr die Anleger der Albis Finance bedeutet, die schon bald nach dem Erwerb der Albis Capital Verwaltungs GmbH diese entsprechend abwerten musste, ehe sie sie mit Verlusten verkaufte.<\/p>\n<p><b>R.v.H. AG &amp; Co. KG in Liquidation, die fr\u00fchere Albis Capital AG &amp; Co. KG<\/b><\/p>\n<p>Auch von den Anlegern dieser Gesellschaft wird versucht, diverse Zahlungen einzufordern, ohne dass sich die Gesellschaft ad\u00e4quat um die Geltendmachung von Schadensersatzanspr\u00fcchen gegen\u00fcber m\u00f6glichen Verantwortlichen f\u00fcr die Situation der Gesellschaft bem\u00fchen w\u00fcrde. Denn auch hier gibt es diverse Vorf\u00e4lle, die zumindest nicht nachvollziehbar sind und zu denen keine angemessene Erkl\u00e4rung gibt<\/p>\n<p><b>Leasetrend AG<\/b><\/p>\n<p>Gleiches gilt auch f\u00fcr die Leasetrend AG, auch hier bestehen diverse Anzeichen, da\u00df die Situation der Gesellschaft nicht allein auf wirtschaftlichem Missmanagement beruht.<\/p>\n<p>Das bemerkenswerte an all diesen Vorf\u00e4llen sind auch die diverse Personenverflechtungen zwischen der Muttergesellschaft und ihren fr\u00fcheren Tochtergesellschaften.<\/p>\n<p>Jedem betroffenen Anleger kann nur noch einmal ans Herz gelegt werden, seine Anspr\u00fcche durch einen Rechtsanwalt mit Schwerpunkt im Bereich des Kapitalanlagerechts, und besser noch durch einen solchen, der \u00fcberdies bereits \u00fcber Erfahrungen mit den Gesellschaften des Albis Leasing Konzerns verf\u00fcgt, pr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n<p><b>Enorm Verlagsgesellschaft mbH (Osnabr\u00fccker Sonntagszeitung)<br \/>\n<i>Medienbriefe<\/i><\/b><\/p>\n<p>Eine auch sehr spannende Geschichte mit Bezug zudem noch zu unserem Osnabr\u00fccker Hauptsitz geht um die sogenannten Medienbriefe. Diese wurden von der enorm Verlagsgesellschaft mbH, der Herausgeberin der bis Anfang dieses Jahres erscheinenden Osnabr\u00fccker Sonntagszeitung, an Anleger zu einem Preis von jeweils 5.000,&#8211; \u20ac verkauft. Anders, als viele der gesch\u00e4digten Anleger glaubten, hatten sie auch keine sichere Anlage mit einer festen Rendite und ohne Totalverlustrisiko erworben, sondern zumindest nach dem Vertragstext hatten sie eine stille Gesellschaftsbeteiligung mit all den hiermit verbundenen Risiken gezeichnet. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass bereits seit 2001 die Enorm Verlagsgesellschaft mbH nur Verluste machte. Laut einem von ihr selbst in Auftrag gegebenen Gutachten konnte sie sowohl ihre laufenden Verluste, als auch die Auszahlungen an die bisherigen Medienbriefinhaber nur decken durch die Ausgabe neuer Medienbriefe. \u00dcber diese Entwicklung wurden die Medienbriefinhaber aber nat\u00fcrlich nicht informiert. Die Folgen dieser Gesch\u00e4ftsausgestaltung sp\u00fcren jetzt die gesch\u00e4digten Anleger, denen neben dem Verlust ihrer Anlage auch noch Nachforderungen des Insolvenzverwalters folgen.<\/p>\n<p>Auch hier sei jedem gesch\u00e4digten Anleger dringend ans Herz gelegt, die eigenen Anspr\u00fcche umfassend und qualifiziert pr\u00fcfen zu lassen.<\/p>\n<p>Wir vertreten eine Vielzahl von Gesch\u00e4digten, sowohl gegen\u00fcber der Gesellschaft, als auch der Gesellschaft und insbesondere auch gegen\u00fcber dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Alleingesellschafter Norbert Fuhs.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit haben Rechtsanw\u00e4lte vor allem eine Vielzahl von Fallgestaltungen im Zusammenhang mit der ALAG Auto-Mobil GmbH &amp; Co. KG oder ehemaligen Schwestergesellschaften aus dem Albis Leasing Konzern in Bearbeitung, oder auch die sich im Zusammenhang mit den von der Enorm Verlagsgesellschaft herausgegebenen Medienbriefen. 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